Caen im Département Calvados
7. September in Frankreich ⋅ ☁️ 27 °C Heute Morgen starten wir planmäßig um 7.00 Uhr mit unserem ersten Ziel Caen in der Normandie. Das sind ca. 600 km und wird auch vorerst die längste Etappe werden. In Caen gibt es einen Stellplatz der Kette „Camping-Car Park“. Das Gute daran ist die Möglichkeit, vorab die Verfügbarkeit prüfen zu können und ggf. auch vorab zu reservieren, was in Caen aber leider nicht möglich ist. Kurz vor unserer Ankunft ist nur noch 1 von 20 Plätzen frei, den wir auch gerade noch bekommen. Fünf Minuten später wäre er weg gewesen. Aber man muss auch mal Glück haben.
Nach einer kurzen Pause machen wir uns zu Fuß auf den Weg ins ca. 2 km entfernte Zentrum. Hier laufen wir durch die wunderschöne Schlossanlage aus der Zeit ab 1060, eine der größten befestigten Anlagen Europas, die Wilhelm der Eroberer zu seiner Hauptresidenz machte. Wir haben Glück, denn das 1000-jährige Jubiläum der Stadt Caen wird im Jahr 2025 gefeiert. Die Feierlichkeiten zum sogenannten Millénaire de Caen umfassten ein ganzjähriges Programm, unter anderem eine immersive Multimedia-Show im Salle de l’Échiquier im Schloss von Caen, wo die 1.000 Jahre Stadtgeschichte in bewegten Bildern darstellt wird. Danach streifen wir noch ein wenig durch die Stadt mit ihren auffällig vielen und beeindruckenden Kirchen und kehren nach ca. 3 Stunden und 10 Kilometer Strecke kaputt zum Stellplatz zurück. Wir sind froh, das wir uns die Stadt angeschaut haben, aber jetzt auch glücklich, die Beine hochlegen zu können. Der Stadtrundgang durch Caen ist auch auf Komoot zu finden (Account erforderlich) oder auch komplett ohne Account über GoogleMaps.
Saint-Malo
8. September in Frankreich ⋅ ☁️ 19 °C
Nach einer wohlverdienten ruhigen Nacht geht es heute Morgen nach dem Frühstück ins knapp 170 km entfernte Saint Malo. Hier steuern wir den Parking Paul Féval an. Das ist zwar ein einfacher Pkw, Bus-und Wohnmobilparkplatz, aber für 7,50 € nur knapp 2 km vom Zentrum entfernt ein Schnäppchen. Mit dem Park-Ticket soll man sich auch den kostenlosen Shuttlebus nehmen können, was wir allerdings nicht machen. Für uns geht es wie meistens per Pedes Richtung Zentrum.
Direkt vom Stellplatz aus führt ein tadelloser Rad-und Fußweg in die Stadt. Wir schauen uns den Strand und den Hafen an und gehen über die prächtige Stadtmauer. Von der Stadtmauer hat man tolle Einblicke in die wunderschönen Herrenhäuser und wir bewundern die mächtigen Schornsteine und stattlichen Granithäuser. Da wir gerade Ebbe haben können wir auch fußläufig bis zur Grand Bé und zum Petit Bé Fort gehen. Dann geht es zurück und weiter über die Stadtmauer. Zum Schluss sehen wir uns auch die Altstadt Saint Malos an. Hier gibt es unzählige Geschäfte und natürlich sehr viele Touristen. Aber uns macht das nicht soviel aus, solange es nicht zu voll wird.
Wir legen eine kleine Rast ein und genießen den Sonnenschein bei einem Getränk und einer Kleinigkeit zu essen mit dem Gewusel um uns herum. Wir besichtigen auch noch die Kathedrale Saint-Vincent. Sehr beeindruckend, mit wunderschönen Kirchenfenstern, die durch das einfallende Sonnenlicht sehr schöne Lichtreflexe erzeugen. Hier ist auch das Grab von Jacques Cartier, dem berühmtesten französischen Seefahrer und Entdecker Kanadas. Auch heute kommen wir nach fast 13 km Wanderung erschöpft am Wohnmobil an und freuen uns auf eine erfrischende Dusche. Wir sind froh, dass wir die Stadt bei bestem Wetter besichtigen konnten. Der Stadtrundgang durch St. Malo ist auch auf Komoot zu finden (Account erforderlich) oder auch komplett ohne Account über GoogleMaps.
Dinan
9. September in Frankreich ⋅ ☁️ 18 °C
Die Nacht in Saint Malo war ruhig und nach dem Frühstück und der Entsorgung machen wir uns auf den Weg zum knapp 35 km entfernten nächsten Ziel Dinan. Gute Kommunikation ist alles… Die hat bei uns heute Morgen nicht ganz geklappt. Wir haben zwar unsere 3 (in Worten: drei 😅) Navigationssysteme gestartet, aber ich hatte auf meinem den falschen Stellplatz in Léhon ausgewählt. So geraten wir kurz vor dem Ziel in ein wildes Durcheinander 🙈, erreichten aber zu guter Letzt meinen Stellplatz auf einem Parkplatz. Leider ist der knapp 2,5 km Fußweg von Gerd‘s angepeilten Stellplatz direkt vor Ort entfernt.
Wir bleiben trotzdem hier und gehen kurz darauf wieder auf einem richtig guten Wanderweg bis Dinan. Wir haben auch heute wieder absolutes Glück mit dem Wetter und genießen den Stadtbummel durch Dinan bei schönstem Sonnenschein ausgiebig. Es handelt sich bei Dinan um eine sehr schöne mittelalterliche kleine Stadt, natürlich auch wieder mit vielen Touristen, aber alles erträglich. Auch hier gibt es wieder einen Ortskern mit Stadtmauer und noch einen weiteren Ortsteil mit einem kleinen Hafen unten am Fluss. Die Stadt liegt ebenso wie Saint Malo an der La Rance.
Bei unserer kleinen Rast in der Stadt habe ich übrigens Cidre getrunken, der hier aus Keramikbechern statt Gläsern getrunken wird. Das wusste ich bisher auch noch nicht. Im späten Nachmittag gehen wir gemütlich auf der anderen Flußseite wieder zurück nach Léhon, wo unser Wohnmobil steht. Insgesamt sind wir wieder knapp 10 km gelaufen. In Léhon besuchen wir dann auch noch die hiesige Abbaye de Lehon.
Damit endet erst mal unser Städteprogramm und unsere nächsten Ziele führen uns jetzt an die bretonische Küste. Die Wetteraussichten für die nächsten Tage versprechen eher feuchtes und kühleres Wetter. Doch wir hoffen, dass wir trotzdem viel Zeit in der Natur verbringen können. Der Stadtrundgang durch Dinan ist auch auf Komoot zu finden (Account erforderlich) oder ohne Account über GoogleMaps.
Saint-Jacut-de-la-Mer
10. September in Frankreich ⋅ 🌧 17 °C
Heute Morgen werden wir vom erwarteten bretonischen Wetter geweckt: Regen. Aber das war uns ja schon von Anfang an klar, dass das Wetter hier wechselhaft ist. Wir fahren nur knapp 22 km weiter ans Meer, genauer gesagt auf den Camping-Car Park in Saint-Jacut-de-la-Mer an der Smaragdküste, auf dem laut App noch 14 Plätze frei sind. Als wir hier stehen, wird uns bewusst, dass wir hier bereits 2019 gestanden haben. Macht aber nichts, wir erinnern uns an die schöne Wanderung hier, die wir gleich noch mal machen wollen.
Aber zuerst lassen wir noch ein Regengebiet vorüberziehen und machen uns dann auf den Weg. Dieses Mal nutzen wir das Niedrigwasser wie viele andere, um bis zur kleinen Insel La Loge zu laufen. Um uns herum wird überall nach Essbarem gebuddelt. Da wir beide keine Meeresfrüchte mögen, beteiligen wir uns nicht daran. Wir machen uns auch wieder zügig auf den Rückweg, da schon wieder dunkele Wolken aufziehen.
Wir haben fast die ganze Zeit leichten Nieselregen mit ein paar Auflockerungen, aber auch den ein oder anderen Schauer. Trotzdem ist dieser Küstenabschnitt einfach nur schön und die Wanderweg sehr empfehlenswert. Auf dem letzten Kilometer wird der Regen dann doch heftiger, so dass unsere Tour nach etwas mehr als 9 km endet. Die Wanderung um Saint-Jacut-de-la-Mer und zum Inselchen La Loge ist auch wieder auf Komoot zu finden (Account erforderlich) oder ohne Account über GoogleMaps.
Côte de Granit Rose
11. September in Frankreich ⋅ 🌬 17 °C
Heute Morgen ist das Wetter immer noch sehr wechselhaft, auch wenn sich tatsächlich die Sonne mal blicken lässt. Wir fahren heute weiter zum etwa 138 km entfernten Camping-Car Park Perros-Guirec. Auch während wir auf dem Weg dorthin sind, wird keiner der 49 Plätze frei. Reservieren kann man zwar Plätze, aber dafür muss man für 29,00 Euro / Jahr das Privileges Pack erwerben. Eigentlich widerstrebt uns das, aber wir haben keine Lust, dass uns ein ggf. frei werdender Platz dann doch noch vor der Nase weggeschnappt wird. Und da wir noch mehr dieser Plätze der Camping Car Park Gruppe auf unserer Liste haben, können wir das sicher noch öfter nutzen und schließen das Abo somit ab.
So erreichen wir dann auch ganz relaxt unser Ziel und starten nach einer kleinen Pause direkt zur Küste, denn hier haben wir aktuell schönsten Sonnenschein, auch wenn der Wind dafür heftig bläst. Wir waren 2019 auch schon mal hier, aber da war es recht bewölkt und wir waren trotzdem von diesem Küstenabschnitt total begeistert. Hier ist zwar auch wieder viel Betrieb, trotzdem genießen wir auch diesen schönen Weg und ganz besonders auch die Sonne.
Das Einzige, was wir schade finden, ist, dass wir wie auch beim letzten Mal Ebbe haben. So können wir die Bucht von Saint Guirec wieder nicht mit Wasser sehen, aber da gibt es sicherlich Schlimmeres. Die Wanderung um die Côte de Granit Rose ist auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Roscoff
12. September in Frankreich ⋅ 🌬 17 °C
Wir fahren heute weiter auf den Stellplatz des 74 km entfernten Ortes Roscoff, welcher auch wieder zur Camping Cap Park Kette gehört. Hier machen wir uns wieder zu Fuß auf den Weg ins Städtchen. Es soll allerdings auch einen kostenlosen Shuttlebus geben, den wir aber nicht nutzen. Bis in den Ort sind es aber nur knapp 2,5 km und die kann man gemütlich an der Küste entlang spazieren. Leider ist wieder Niedrigwasser und die Bucht sieht nicht so einladend aus. Der Ort ist dagegen wieder sehr hübsch mit einer auffälligen Kirche, schönen alten Häusern und netten Geschäften.
Wir bummeln hier ein wenig herum und machen uns dann wieder mit einem frischen Baguette fürs Abendessen auf den Rückweg, jedoch ohne die berühmten Oignon de Roscoff zu kaufen. Wir haben dummerweise noch genug Zwiebeln im Gemüsefach des Kühlschranks. Glücklicherweise sind wir auch von Regenfällen verschont geblieben, denn im Moment ist das Wetter wieder sehr unbeständig. Der Spaziergang nach und durch Roscoff ist auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps. Am Abend drehen wir dann noch bei tollem Licht eine kleine Runde an den Strand hinter dem Stellplatz.
Cléder
13. September in Frankreich ⋅ 🌬 17 °C
Bei unserer Abfahrt heute Morgen herrscht hier auf dem Stellplatz ein großes Chaos. Knapp 15 Wohnmobile, keine Ahnung wo die plötzlich her kommen, stehen vor der Schranke und kommen nicht auf den Platz. Irgendwie scheint das System zu spinnen, aber das kann uns jetzt egal sein, denn wir ziehen nun knapp 15 km weiter nach Cléder zum dortigen Camping Car Park Stellplatz. Auch hier waren wir schon mal, aber der Strand und die tollen Felsen haben uns damals schon so begeistert, da mussten wir jetzt noch mal hin. Und auch diesmal zieht uns der Strand in seinen Bann.
Etwas weiter entfernt von unserem Stellplatz entdecken wir auch einen Campingplatz, dort stehen viele Womos mit direktem Blick auf den Strand und das Meer. Sicher sehr schön, wenn man etwas länger bleibt. Nachdem wir einen schönen Strandspaziergang am Plage des Amiets gemacht haben, ruhen wir uns am Wohnmobil eine zeitlang aus und wir sitzen sogar mal ein wenig in der Sonne. Nachdem wir dann den nächsten Regenschauer trocken im Wohnmobil überstanden haben, zieht es uns noch mal an die Küste. Das Wetter verspricht wieder etwas Sonne, die wollen wir nutzen. Diesmal geht es in die andere Richtung, die wir bisher noch nicht kennen.
Wir gehen über den Wanderweg GR 34 immer entlang der Küste. Dieser Wanderweg, auch Zöllnerpfad genannt, führt über ca. 2.000 km immer an der bretonischen Küste entlang und ist der beliebteste Fernwanderweg der Franzosen. Auch wir haben schon etliche Etappen dieses Weges erwandert und sind immer wieder begeistert. Man kann diesen Weg an der Küste eigentlich kaum verfehlen und kann überall einsteigen. Wir kommen nach etwas mehr als 5 km dann doch erschöpft zurück und freuen uns auf einen gemütlichen Abend, den wir sicherlich wieder mit einem Spiel und einem Glas Wein ausklingen lassen. Der Strandspaziergang am Plage des Amiets ist auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps. Dasselbe gilt für die Wanderung auf dem GR34, diese ist hier auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und hier ebenfalls über GoogleMaps.
Ménez Ham
14. September in Frankreich ⋅ 🌬 19 °C
Gestern Abend habe ich bei Facebook noch einen schönen Ort in der Bretagnegruppe entdeckt, der nur 23 km von unserem aktuellen Standort entfernt ist. Kurzerhand haben wir uns entschieden, als nächstes dorthin zu fahren, da es sowieso auf unserer Route liegt. Hier in Meneham gibt es einen Aire de camping-car, auf dem wir uns einen schönen großen Platz aussuchen. Bis zum Meer sind es zu Fuß ca. 5 Minuten und wir machen uns recht bald auf den Weg. Heute ist es komplett bewölkt und sehr stürmisch, aber wir gehen am Strand entlang bis zum Museumsdorf Meneham, wieder mit einem malerischem Wachhäuschen zwischen dicken Felsbrocken.
Die Küste hier nennt sich übrigens „Côte des légendes“, weil die ehemaligen Küstenbewohner nachts mit Laternen in der Hand Boote an die Küste gelockt haben sollen, die dann zerschellten. Deshalb heißt es auch die Legende der Schiffbrüchigen. Nach unserem Besuch des Dorfes sehen wir entlang unseres Weges überall pinkfarbene Markierungen und als wir die nächste Bucht erreichten, können wir sehen, welchen Grund diese hatten. Heute findet hier ein Triathlon statt und hier kommen gerade die letzten Schwimmer aus der bewegten See. Respekt, bei den Bedingungen nach dem Schwimmen noch bei diesem Sturm Rad zu fahrern und zum Schluss noch zu laufen, puh nichts für uns.
Die Distanz bei diesem Triathlon ist allerdings entsprechend einer Sprintdistanz. Aber es sind so um die 300 Teilnehmer und wir haben etwas Mühe, wieder zurückzukehren, da wir natürlich nicht über die Laufstrecken spazieren dürfen. Jetzt haben wir geplant, noch eine weitere Nacht hier zu bleiben, damit wir morgen noch in die andere Richtung laufen können. Dort soll noch ein schöner Leuchtturm stehen, den wir uns gerne ansehen wollen.
Meneham
15. September in Frankreich ⋅ 🌬 16 °C
Unsere gestrige Entscheidung, noch eine Nacht hier zu bleiben, war goldrichtig. Wir vertrauen dem Wetterbericht und machen uns um halb 11 bei Sonnenschein auf den Weg Richtung Brignonan Plage. Der Strand auf dem Weg dorthin fasziniert uns total mit seinen unzähligen wie zufällig ins Meer geworfenen Granitsteinen. Ich kann mich nicht daran sattsehen, noch dazu, wo das Meer sehr aufgewühlt ist und man sich der Natur sehr nahe fühlt. Unterwegs erwischt uns ein heftiger Schauer, aber wir können uns glücklicherweise unterstellen. Es ist schon unglaublich, wie schnell hier das Wetter umschlägt.
Wir machen in Brignonan eine Pause und nutzen die Gelegenheit, hier zu essen. Gut gestärkt machen wir uns auf den Rückweg wieder mit etlichen Fotostopps und Momenten des Genießens. Fotos können die Schönheit dieser Küste kaum vermitteln. Uns hat sie völlig geflasht. Ich bin froh, diese Empfehlung auf Facebook gefunden zuhaben. Nach knapp 13 Kilometern kehren wir zufrieden zum Wohnmobil zurück. Zum Sonnenuntergang gehen wir noch mal ans Meer und haben auch das Zöllnerhäuschen Corps de Garde noch ein mal mit Sonne.
Morgen geht es auf jeden Fall wieder weiter. Für die nächsten Tage ist nur bewölktes Wetter gemeldet und leider hat sich bisher der Wetterbericht ziemlich oft als richtig herausgestellt. Jetzt hoffen wir, dass wir doch noch ein paar sonnige Abschnitte bekommen. Grau, Regen und Sturm ist auf Dauer nicht das, was wir wollen. Der Strandspaziergang nach Brignogan-Plages ist auch wieder auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Kerros
16. September in Frankreich
Diese Nacht wird Gerd von mindestens einer Mücke geplagt und ist heute Morgen etwas unausgeschlafen. Aber vor uns liegen nur 43 km Fahrt, die wir nur zum Tanken und Einkaufen unterbrechen. Das Wetter ist ziemlich bedeckt und wir haben keine Eile, auf den nächsten Stellplatz in Kerros-Ploudalmézeau zu kommen. Hier gibt es nichts besonderes zu entdecken, nur wollten wir uns einfach einen weiteren, uns unbekannten Teil dieser Küste ansehen. Wir gehen wie gewohnt einen Teil des GR 34, aber nach der tollen Küste von gestern kann uns diese Wanderung hier nicht wirklich überzeugen.
Wir wandern zirka 7,5 Kilometer bis zum Bunker am Plage de Treompan und lassen den restlichen Tag dann gemütlich im Wohnmobil ausklingen. Unser morgen anvisiertes Ziel haben wir bereits 2019 besucht und sind gespannt, ob es uns auch dieses Mal gefällt. Wir haben unsere Fahrräder übrigens auch dabei, konnten uns aber bisher noch nicht dazu aufraffen, damit zu fahren. Das liegt aber auch daran, dass das Wetter bisher oft sehr unbeständig und stürmisch war. Da liegt uns das Wandern doch mehr. Mal sehen, ob unsere Räder in diesem Urlaub doch noch zum Einsatz kommen. Der Spaziergang zum Bunker am Plage de Treompan ist auch wieder auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Trézien - Plouarzel
17. September in Frankreich ⋅ 🌬 17 °C
Heute Morgen lassen wir uns Zeit mit dem Frühstück, denn unser nächstes Ziel ist nur knapp 24 km entfernt. Ich nutze die Gelegenheit und übernehme noch mal das Steuer. Normalerweise fahre ich fast ausschließlich auf der Autobahn, aber die kurze Entfernung sollte ich hinbekommen. Die Straßen sind relativ schmal, aber es herrscht wenig Verkehr und so komme ich gut ans Ziel. Bis auf einen Ast, den ich am Straßenrand gestreift habe, läuft alles gut, finde ich. Wir bekommen auf dem Stellplatz in Trézien, am westlichsten Punkt des französischen Festlandes, noch einen Platz mit direktem Meerblick und checken für 2 Nächte ein.
Leider ist auch heute kein blauer Himmel zu sehen, aber wir gehen recht spontan wieder auf dem GR 34 spazieren, knappe 4 km bis zur nächsten Zivilisation nach Lampaul-Plouarzel. Hier finden wir auch ein offenes Lokal, das L'Auberge du Môle und nutzen wieder die Gelegenheit, Mittag zu essen. Als wir uns auf den Rückweg machen, nieselt es leicht und wir sind nicht wirklich passend gekleidet. Gott sei Dank beruhigt sich das Wetter wieder und wir sind nicht wirklich nass geworden. Wir hoffen, dass sich morgen doch mal die Sonne blicken lässt, denn bei Sonne sieht dieser Küstenabschnitt mit seinen tollen Sandbuchten wirklich sehr schön aus.
Die Wanderung nach Lampaul-Plouarzel ist auch wieder auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps. Da ich kein Bild vom Stellplatz gemacht habe, schaut mal in das Luftbid von GoogleMaps, der Stellplatz liegt direkt hinter einer Hecke mit Blick aufs Meer. Das letzte Bild unten zeigt den Stellplatz von aus dem Jahr 2019, wo wir auch bereits hier waren.
Trézien - Plouarzel (Tag 2)
18. September in Frankreich ⋅ 🌬 18 °C
Heute wollen wir den Küstenwanderweg in die andere Richtung zum Plage de Kerhornou gehen und hoffen darauf, dass der Himmel doch noch etwas aufklart, wie uns der Wetterbericht verspricht. Die ganze Bretagne liegt z.Zt. unter einer dicken Wolkendecke, der Rest Frankreichs natürlich nicht. Aber wir nehmen es, wie es ist und vertreiben uns die Zeit noch ein wenig mit spielen. Dann brechen wir auf, auch wenn noch keine Wetterbesserung in Sicht ist.
Wir erreichen die Markierung für den westlichsten Zipfel des französischen Festlandes, den Pointe de Corsen und gehen weiter die Küste entlang. Sie bietet einige schöne Sandbuchten, aber auch schroffe Klippen. Wir mögen diese Ecke sehr gerne und genießen die knapp 9 km lange Wanderung, die auf dem Rückweg tatsächlich etwas Sonne bietet. Wir sehen uns noch den nur 5 Gehminuten vom Stellplatz entfernten wunderschönen Strand mit seiner tollen Brandung an.
Danach laufen wir noch bis zum Leuchtturm, dem Phare de Trézien, der aber heute nicht geöffnet ist. Leider sind auch die Hortensienbüsche, von denen es hier in der Bretagne auch jede Menge gibt, alle schon verblüht, denn der Weg zum Leuchtturm ist von Hortensien gesäumt. Die Fotos davon, die ich gesehen habe, sahen sehr schön aus. Morgen geht es weiter, diesmal nach Crozon, zum Cap de la Chevre. Dort waren wir bisher noch nicht.
Am Abend wurden wir noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. Wir haben uns schnell auf den Weg zum Strand gemacht und konnten uns an dem Anblick kaum sattsehen. Durch die eingesetzte Ebbe war der feinsandige Strand schön glattgezogen und die verstreut liegenden dicken Felsen verliehen dem Ganzen, verbunden mit dem Sonnenuntergang, einen tollen Effekt 😍. Die Wanderung zum Plage de Kerhornou ist auch auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Cap de la Chèvre
19. September in Frankreich ⋅ ⛅ 19 °C
Jetzt geht es weiter zu unserem 97 Kilometer entfernten nächsten Ziel, die Crozon Halbinsel. Hier kann man auf dem Parkplatz am Cap de la Chèvre 24 Stunden umsonst parken, was wir auch nutzen möchten, da wir hier eine Wanderung geplant haben. Plätze gibt es genug und so parken wir hier und stärken uns noch etwas, bevor wir losgehen.
Es ist natürlich wieder wolkenverhangen und so gehen wir mit Wanderschuhen und langen Hosen los. Wir können unser Glück kaum fassen, dass kurze Zeit später der Himmel aufreißt und die Sonne scheint. Wir sind jetzt zwar zu warm angezogen, aber was soll’s. Die Wanderung, übrigens wieder größtenteils auf dem GR 34, bietet uns einen wunderschönen Weg mitten durch Berghänge, die von Heidekraut und Farnen überzogen sind. Und die Ausblicke, besonders auf der Ostseite, lassen uns permanent zum Fotografieren anhalten.
Eine wirklich empfehlenswerte, ca. 8,25 Kilometer lange Runde auf teilweise auch anspruchsvolleren Wegen, zumindest was steile Abhänge und Geröll angeht. Jetzt freuen wir uns, dass der Tag heute so schön war und entspannen hier auf dem langsam leerer werdenden Parkplatz. Übrig bleiben hier natürlich noch weitere Wohnmobile wie wir, die hier die Nacht verbringen werden. Die Wanderung am Cap de la Chèvre auf Crozon ist auch auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Pointe du Van
20. September in Frankreich ⋅ 🌬 17 °C
Da stehen wir fast am Ende der Welt und die Nacht ist trotzdem nicht ruhig. Um 4 Uhr morgens werde ich von einem ankommenden Fahrzeug geweckt und danach höre ich ein permanentes Geklimper und Gerede. Irgendwann schlafe ich wieder ein und heute Morgen sehen wir, dass hier wohl ein großes Zelt aufgebaut wurde, da hier heute offensichtlich irgendein Laufevent startet. Die Ärmsten, heute Morgen stürmt und schüttet es wieder ziemlich, da ziehe ich den Hut vor jedem, der dann trotzdem läuft. Wir sehen zu, dass wir bald wegkommen, damit wir nicht noch blöd zugeparkt werden.
Auf dem Weg zum 88 km entfernten Ziel schüttet es teilweise aus Eimern, was hatten wir gestern bloß für ein Glück mit dem Wetter. Unterwegs kaufen wir noch eine Kleinigkeit ein und steuern dann unser heutiges Ziel, den Parkplatz Pointe du Van an. Hier waren wir schon mal und sind erstaunt, wieviele Wohnmobile hier schon stehen. Aber ein letztes Plätzchen finden wir noch und so richten wir uns hier ein. Heute wollen wir eine Wanderung zum Pointe du Raz machen.
Nach unseren Wettererfahrungen von gestern entscheidet sich Gerd für eine kurze Hose, aber diesmal werden wir zuerst von Regen und Sturm überrascht. Glücklicherweise bessert sich das Wetter aber während der Wanderung dann doch deutlich und wir genießen wieder die tollen Ausblicke über die abwechslungsreiche Küste. Am Pointe du Raz angekommen, laufen wir ein wenig am Cap entlang und machen uns dann auf den Rückweg. Die ca. 11 Kilometer lange Wanderung - wie üblich auf dem GR 34 - ist in Teilen recht anspruchsvoll, d.h. ab und zu muss man auch mal etwas kraxeln, aber es ist alles gut machbar.
Jetzt sind wir wieder im Wohnmobil und erholen uns von den Strapazen. Aber kurz entschlossen gehen wir dann doch noch mal in der Abendstimmung bis zum Pointe du Van. Die Sonne lockt uns mal wieder, bevor wir endlich zum Duschen und Essen kommen. Die Wanderung zum Pointe du Raz ist natürlich auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps. Und auch diesmal haben wir vergessen ein Bild vom Stellplatz zu machen, daher jetzt noch ein Bild von 2019. Wir standen diesmal allerdings ganz am Ende rechts auf dem Bild.
Saint-Guénolé
21. September in Frankreich ⋅ ☀️ 16 °C
Auch diese Nacht werden wir um 4 Uhr wach, aber jetzt schüttet es wie aus Eimern und Gerd fragt sich, ob unsere Wanderschuhe noch zum Auslüften draußen stehen. Das ist aber Gott sei Dank nicht der Fall und so schlafen wir irgendwann über dem Regenguss wieder ein. Am nächsten Morgen fahren wir erst mal zu einer 9 km entfernten separaten Ver- und Entsorgungsstation, da unser nächstes Ziel auch keine hat. Unterwegs fallen uns in den Ortschaften immer wieder die auffälligen alten Kirchen auf, viele von ihnen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Sie haben oft viele Türmchen und sind meistens sehr verwittert. Nach knapp 60 km kommen wir in Saint-Guénolé an und fahren auf den großen Stellplatz, der außer einer Müllentsorgung keinen weiteren Service bietet. Er liegt jedoch keine 5 Minuten vom Meer entfernt und uns genügt das.
Unser heutiges Ziel ist der Leuchtturm in Penmarch, der Phare d‘Eckmühl, der mit knapp 65 Metern einer der höchsten Europas sein soll. Wir gehen entlang der Küste knapp 4,5 Kilometer bis dort hin, müssen aber feststellen, dass man den Turm heute nur in Gruppen besichtigen kann, wozu wir aber keine Lust haben. Vielleicht auch ganz gut so, schließlich muss man satte 307 Treppenstufen steigen, das ist natürlich nicht ohne. Die Bilder des Treppenhauses hätten wir allerdings gerne gemacht, das sieht sehr schön aus. So machen wir jetzt einfach eine kleine Rast in einer Creperie und ich esse endlich mal mein Crêpe mit Butter und Zucker. Ich fand es zusammen mit meinem obligatorischen Cidre super lecker. Wir gehen noch bis zum zum Monument aux Naufragés ein wenig die Küste entlang, drehen dann aber um und machen uns auf den Rückweg. Genug für heute, den dunklen Wolken am nahen Horizont trauen wir auch nicht so ganz.
Aber auf dem Weg zurück bleiben wir immer wieder stehen, da das Meer und die Brandung uns wieder voll in ihren Bann zieht. Es gibt auch genug Warnschilder, dass man sich vor den Wellen in Acht nehmen soll. Der Wind weht heftig, aber wir haben heute trotzdem wieder echtes Glück mit dem Wetter. Die Sonne strahlt und wir strahlen auch. Als wir am Wohnmobil ankommen, ist es bereits 18 Uhr und wir haben schon wieder 12,5 km hinter uns. Aber ich muss sagen, dass sich das alles gut erlaufen lässt. Hier gibt es auch wieder ausgewiesene Radwege, aber bei dem Sturm sind wir lieber zu Fuß unterwegs. Gegen 19 Uhr kommt noch der Platzwart vorbei und kassiert 5,50 € für den Stellplatz. Mittlerweile ist das auf Stellplätzen eher die Ausnahme, meistens gibt es eine Schranke und Kassenautomaten. Die Wanderung zum Monument aux Naufragés ist natürlich auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Concarneau
22. September in Frankreich ⋅ 🌬 15 °C
Nach einer ungestörten aber total verregneten Nacht geht es heute ins knapp 60 km entfernte Concarneau, besser gesagt auf den Stellplatz in Porzou, etwas außerhalb der Stadt. Von hier führt ein Weg entlang der Küste, ich brauche sicher nicht erwähnen, um welchen Weg es sich handelt 😉, bis zu einem Fähranleger. Leider ist mittendrin eine Baustelle, die Umleitung für die Fußgänger aber nicht ausgeschildert. So hangeln wir uns mit Google Maps durch die Straßen und kommen irgendwie an. Mit der Fähre geht es für 1 Euro pro Person und Strecke auf die 200 m entfernte „Ville Close“, einer ehemaligen Inselfestung.
Hier bummeln wir durch die hübschen Gassen mit vielen schönen Geschäften, insbesondere natürlich Souveniershops in schönen alten Steinhäusern. Danach sehen wir uns noch ein wenig an der Promenade auf dem Festland der Stadt um, die für viele deutsche Touristen auch durch die Krimireihe „Kommissar Dupin“ ein Anziehungspunkt ist. Wir gehen wieder zurück auf die Insel, essen bei strahlendem Sonnenschein in einem der zahlreichen und netten Lokale zu Mittag, kaufen ein kleines Souvenir und fahren mit der nächsten Fähre zurück.
Wir irren aufgrund der Baustelle wieder etwas durch die Straßen, kommen aber relativ schnell nach insgesamt knapp 8 km zurück zum Stellplatz. Den Rest des Tages werden wir es uns im Womo gemütlich machen. Der Stellplatz mit 20 Stellplätzen ist jetzt um 17 Uhr bereits voll besetzt. Aber es ist immer wieder erstaunlich, wie viele tatsächlich erst gegen Abend ankommen und vergeblich einen Platz suchen. Wir versuchen immer, gegen Mittag den nächsten Platz sicher zu haben, dann ist auch noch genug Zeit, sich vor Ort umzusehen. Der Spaziergang nach und durch Concarneau ist wieder auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Carnac
23. September in Frankreich ⋅ ☀️ 17 °C
Nach einer sehr ruhigen Nacht geht es heute weiter ins knapp 98 km entfernte Carnac. Unterwegs fahren wir noch kurz einen Inter Marche an und füllen unsere Vorräte auf. In Carnac stehen wir um 13 Uhr auf dem Stellplatz Menhirs Nord, der kostenlos ist und sich direkt neben den weltberühmten Steinfeldern befindet. Seit dem 12.Juli 2025 stehen die Steinreihen von Carnac und die Megalithenlandschaft der bretonischen Südküste am Golf von Morbihan auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten.
Ich war vor ca. 46 Jahren bereits hier, da durfte man noch durch die Felder laufen. Das ist jetzt nur noch im Rahmen von Führungen möglich. Wir begnügen uns aber damit, die schön angelegten Wege entlang der beeindruckenden Steinfelder zu laufen. Die Steinfelder stammen aus der Zeit zwischen 5000 und 3000 vor Christus und um die ranken sich verschiedene Legenden. Die in Reih und Glied stehenden Steine sollen z.B. laut einer Erzählung, durch den Zauberer Merlin in Stein verwandelte Soldaten eines römischen Heeres sein. Aber es finden sich noch allerlei andere Erklärungen wie religiöse Denkmäler oder Mond- und Sonnenkult.
Die große Anzahl der Steine, um die 3000 Menhire soll es hier geben, beeindruckt auf jeden Fall. Da das Wetter so schön ist, dehnen wir unsere Wanderung auf den Besuch verschiedener Dolmen (Steintisch/Grabdenkmal) und den Tumulus Saint-Michel (Grabhügel) aus. So kommen wir erst nach 4 Stunden und 13 km zum Wohnmobil zurück. Hier kann man aber alles auch mit Fahrrad, per Segway-Tour oder mit Bussen erkunden. Unserer Meinung nach auf jeden Fall ein sehenswertes Ziel, wenn man bedenkt, wie lange diese Steine hier schon stehen. Den Rest des Abends werden wir aber jetzt nur noch faulenzen. Die Hinkelstein Runde hier in Carnac ist natürlich auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Quiberon
24. September in Frankreich ⋅ ☀️ 16 °C
Heute steht die Halbinsel Quiberon auf unserem Programm. Wir haben bisher so viel Gutes darüber gehört und gelesen, dass wir uns jetzt darauf freuen, wieder ans Meer zu kommen. Wir fahren knapp 20 km zu einem großen Aire de Stationnement de Camping-Car, auf dem wir für 11,50 € einschl. Ver-und Entsorgung stehen können. Die Plätze sind frei wählbar und auf Rasen. Wir gehen wie üblich zur nahe liegenden Küste und schlagen den Weg Richtung Quiberon Stadt ein. Die Küste heißt hier Côte Sauvage, was soviel heißt wie "wilde Küste". Was soll ich sagen, sowohl die Küste als auch der Ort können uns beide nicht so überzeugen, da wir doch von den vorherigen tollen Küsten verwöhnt sind.
Und auch von Quiberon Stadt hatte ich mir mehr versprochen. Sicher kein schlechter Küstenort, aber wir hatten uns das Ganze etwas ursprünglicher vorgestellt. Wir sind ja bekennende Inselfans und die Halbinsel Quiberon kann mit unseren Lieblingsinseln wie z.B. Île de Noimoutier oder Île d‘Oléron mit ihren charmanten Ortschaften einfach nicht mithalten. Nun ja, jetzt haben wir Quiberon erreicht und essen erst mal etwas. Wir überlegen, noch bis zur Spitze der Insel zu wandern, brechen das aber aufgrund der dunklen Wolken ab und erreichen vor dem einsetzenden Regen eine Bar, in der wir den Regenschauer bei einem Getränk aussitzen.
Dann geht es zurück zum Wohnmobil und zum Schluss sind wir tatsächlich schon wieder 12 km unterwegs gewesen. Nur war es heute nach dem Regen doch richtig frisch, so ganz ohne Sonne. Für morgen haben wir schon mal eine Platz in Vannes auf dem Stellplatz reserviert. Aber jetzt lassen wir den Tag wieder entspannt ausklingen und vielleicht geben wir Quiberon irgendwann nochmals eine Chance und erkunden die Halbinsel mal mit dem Fahrrad. Die Küstenwanderung auf Quiberon ist wieder auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Vannes
25. September in Frankreich ⋅ ☁️ 17 °C
Die letzte Nacht war wieder Mückenalarm im Wohnmobil. Weil wir den blutroten Abendhimmel über dem Meer von der offenen Wohnmobiltür aus beobachtet haben, sind uns dabei sicherlich einige Mücken hineingeflogen. Ab 4 Uhr morgens ist Schluss mit Schlaf, zumindest für Gerd, der auch einige der Viecher erwischt. Heute Morgen sind wir dann auch beide ein wenig unausgeschlafen. Gegen 11 Uhr geht es weiter auf den Aire Camping-Cars Park Vannes-Conleau. Hier stehen wir ziemlich eng für 16,70 €, aber das hatte ich auch vorher schon gelesen.
Wir machen uns nach der Ankunft auch bald wieder zu Fuß auf den Weg in die Altstadt. Hier gibt es aber auch direkt eine Bushaltestelle vor dem Platz und auch einen perfekten Radweg, der unterwegs sogar eine Zählstation hat. Aber wir gehen wieder den GR 34 und erreichen die wirklich sehenswerte Stadt. Wir laufen ausgiebig die Gassen auf und ab und sind von den vielen uralten Hausfassaden fasziniert. Hier gibt es auch viel außergewöhnlichen Einzelhandel und Kunstgeschäfte. Eine Stadtmauer und einen wunderschönen Park sowie einen kleinen Yachthafen gibt es ebenso.
Leider ist die Sonne erst auf unserem Heimweg wieder rausgekommen, da hätte diese wunderschöne Altstadt natürlich noch besser ausgesehen. Trotzdem eine gute Entscheidung, hier her zu kommen. Den Namen der Stadt kannten wir bisher beide nicht. Aber nach schon wieder fast 12 km Fußmarsch sind wir doch ziemlich kaputt. Ich glaube, wir brauchen so langsam mal Urlaub. Der Stadtrundgang in Vannes ist auch auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Noirmoutier
26. September in Frankreich ⋅ ☁️ 16 °C
Heute Morgen haben wir die Qual der Wahl. Langsam Richtung Heimat zurück fahren oder noch einen nur 180 km weiten Abstecher auf die Île de Noirmoutier machen? Die Wetteraussichten sind wechselhaft, zeigen aber dort noch einige Sonnenstunden für die nächsten Tage an. Wir geben dann Honfleur als Ziel ins Navi ein, also Richtung Heimat. Als wir jedoch kurz darauf tanken wollen, sind wir auf einmal auf der Straße Richtung Süden gelandet und nehmen das als Zeichen dafür, doch noch ein paar Tage auf der Insel dranzuhängen.
Jetzt stehen wir auf dem großen Camping Car Park Stellplatz in Noirmoutier-en-I‘Île und unser Plan ist es, noch ein paar Tage mit radeln, bummeln und faulenzen zu verbringen. Wir hoffen, der Wettergott spielt mit. Auch jetzt hält es uns nicht im Wohnmobil, auch wenn es noch recht bedeckt ist. Wir gehen ins nah gelegene „Stadtzentrum“ und sind sofort froh, hier zu sein. Dies ist unser dritter Aufenthalt auf der Insel und es ist einfach nur schön. Wir drehen natürlich wieder eine größere Runde als geplant, aber da die Sonne sich gerade durchkämpft, genießen wir das einfach. Nach etwas mehr als 5 km sind wir zurück, holen unsere Stühle heraus und setzen uns in die Sonne vor das Wohnmobil. Was will man mehr 🤩
Der Spaziergang durch Noirmoutier-en-I‘Île und dem Réserve Naturelle du Marais de Mullëmbourg ist auch wieder auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Noirmoutier-en-l'Île
27. bis 30. September in Frankreich ⋅ ☁️ 17 °C
Mittlerweile ist es Dienstagabend und wir haben bereits ein paar sehr erholsame und sonnige Tage auf der Île de Noirmoutier verbracht. Dies ist unser dritter Aufenthalt auf der Insel und wir kommen beide wieder zum selben Schluss: das ist unsere absolute Wohlfühlinsel. Überschaubare Größe, schöne Küsten- und Strandabschnitte, mediterranes Flair und hübsche Ortschaften. Die Radwege führen durch verkehrsarme Straßen oder durch die zahlreichen Salzwiesen. Alles ist eben und eignet sich prima zum dahinradeln oder auch zum spazieren gehen.
Und was uns immer wieder begeistert ist die Bebauung. Fast ausschließlich weiße, ein- oder zweistöckige Häuschen mit zumeist blauen oder grünen Fensterläden. Für uns ist das eine Augenweide. Wir hatten auch wieder richtiges Wetterglück und konnten diesmal das Saisonende miterleben. Es war noch etwas Leben auf den Straßen, aber seit Montag haben immer mehr Lokale geschlossen.
Was wir wieder nicht geschafft haben, ist, die Passage du Gois bei Ebbe mit dem Fahrrad zu fahren. Bei der Passage du Gois handelt es sich um einen 4,8 km langen Damm, der nur bei Ebbe nicht überflutet ist und befahren werden kann. Wir waren leider knapp 3 Stunden zu früh dort, aber extra so lange dort zu warten, machte keinen Sinn, da keine Lokale in der Nähe sind. So haben wir halt immer noch ein Ziel für einen weiteren Besuch und beenden unseren Aufenthalt hier jetzt wo es fast am schönsten ist. Wir haben nun ab morgen noch über 900 km Rückfahrt vor uns, die wir aber in 2 Etappen fahren wollen und melden uns dann noch mal kurz.
Die Fahrradtour durch Noirmoutiers Norden ist hier auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Hier noch ein paar Impressionen von unserem Aufenthalt auf Noirmoutier:
Heimreise mit Stopp in Ailly-sur-Noye
1. bis 2. Oktober in Frankreich ⋅ ☁️ 19 °C
Gestern Morgen starten wir gut ausgeschlafen nach einer Tasse Kaffee gegen 9 Uhr unsere Rückfahrt. Der Nachteil an den drei französischen Atlantikinseln, die wir kennen, ist, dass man ewig fährt, um wieder eine Autobahn oder große Nationalstraße zu erreichen. Wir benötigen so für die ersten fünfzig Kilometer eine satte Stunde Fahrzeit. Unser heutiges Ziel liegt in der Nähe von Amiens, ca. 600 km entfernt von Noirmoutier. Unterwegs machen wir Frühstückspause und einen Fahrerwechsel.
Alles in allem eine entspannte Fahrt mit relativ wenig Verkehr. Kein Wunder, die etwas mehr als 200 km, die ich auf der Autobahn gefahren bin, schlagen mit 79,10 € Maut zu Buche. Das ist schon eine Hausnummer. Die Autobahnen in der Bretagne sind, sofern überhaupt vorhanden, mautfrei. Aber wir fahren in Frankreich trotz der hohen Kosten größere Entfernungen meistens über die Autobahn, da die vielen Kreisverkehre mit dem Wohnmobil irgendwann nerven.
Kurz nach 17.00 Uhr erreichen wir den Stellplatz in Ailly-sur-Noye. Der Stellplatz liegt nett in der Nähe eines kleinen Erholungsgebietes mit einem kleinen See, die Stadt selber kann man jedoch guten Gewissens schnell wieder vergessen, etwas runtergekommen und hässlich. Wir drehen trotzdem unsere Spazierrunde bis zur imposanten Kirche und dann über die Felder und entlang des Sees wieder zurück. Dann wird noch etwas gegessen und der Abend klingt ruhig aus. Die restlichen knapp 370 km fahren wir heute nach einer ruhigen Nacht weiter Richtung Heimat.
Der Spaziergang um Ailly-sur-Noye ist hier auf Komoot zu finden (Account erforderlich) und auch ohne Account über GoogleMaps.
Mit einem Stopp in der Waschstraße und anschließendem Volltanken sind wir schließlich um 14.00 Uhr wieder zu Hause. Mit unserem Urlaub sind wir rundum zufrieden. Für die Bretagne hatten wir verhältnismäßig gutes Wetter. Wir haben viele interessante neue Orte besucht und sind von der Küste und dem tollen Wanderweg GR 34 wieder richtig begeistert. Die Bretagne hat einen Charme, den sicher nicht jeder mag. Wer schönes und beständiges Wetter möchte, sollte lieber den Süden Frankreichs besuchen, aber wer tolle, teils raue Natur und alte schnuckelige Städtchen mag, ist hier richtig.
Und natürlich war unser Abstecher auf die Insel Noirmoutier noch ein zusätzliches Highlight. Wir genießen es, einfach durch die Natur zu radeln und bei so schönem Wetter natürlich erst recht. Hier gibt es keine Hot Spots, man kann einfach irgendwo eine Brasserie am Straßenrand ansteuern und die Zeit mit Leute gucken vertrödeln. Das war nach unserer Rundreise durch die Bretagne hier ein schöner Abschluss. Wir hoffen, es geht irgendwann wieder in die Bretagne, vielleicht mal zur kälteren Jahreszeit, um die Kraft der Natur und des Meeres noch mehr zu erleben.
Finished!