Zwei Wochen Zeit haben wir jetzt im Juni, um unserem Wohnmobil wieder die weite Welt zu zeigen. Unser Ziel ist diesmal die Bretagne im Norden Frankreichs. Große Erwartungen haben wir nicht und auch der Wetterbericht ist eher durchwachsen, was unsere Freude auf den Urlaub allerdings nicht trübt.

 

Samstag der 01.06.2019

Am Samstagmorgen geht es dann um 07:00 Uhr früh los. Wie mittlerweile üblich, holen wir die vorbestellten, üppig belegten Brötchen beim Bäcker unseres Vertrauens ab und versuchen anschließend möglichst viel Strecke zu machen. Kurz hinter der belgisch-deutschen Grenze dann das erste Malheur, unser Garmin Navi gibt den Geist auf. Gestern hatte ich noch ein Update eingespielt, was sich jetzt böse rächt. Die Kartenposition stimmt nicht mehr mit der tatsächlichen Position überein und das Gerät ist samt aller abgespeicherten Stellplätze wertlos. Als alles Herumprobieren nicht hilft, muss dann das Iphone zur Navigation herhalten, was besser als erwartet funktioniert.

Wir schaffen zirka 760 Kilometer und finden auf dem Stellplatz am Ortsrand von La Quésmière ein letztes schönes Plätzchen. Es sind so gegen 17:00 Uhr und immer noch ist es 30 Grad warm. Ein kleiner Spaziergang an den Strand und durch den Ort zurück zum Stellplatz muss daher reichen, bevor wir den Tag ausklingen lassen.

 

Sonntag der 02.06.2019

Heute geht es weiter nach Saint-Jacut-de-la-Mer im Département Côtes-d’Armor auf einer Halbinsel im Ärmelkanal. Wir fahren zuerst unbeabsichtigt am Stellplatz vorbei und landen mitten in den Vorbeitungen zum Trail des Ebihens Saint-Jacut-de-la-Mer. Dies ist ein Lauf über 19,7 Kilometer Länge vom Ort bis zur l'île des Ebihens, welche bei Ebbe auch per Pedes zu erreichen ist.

Das Ganze hat etwas Volksfestcharakter und wir sind froh, mit dem Wohnmobil noch wenden zu können. Alles ist hier abgesperrt und eine Stunde später wären wir mitten in den Lauf geraten. Durch Zufall entdecken wir dann den öffentlichen Stellplatz und haben auch noch Glück, ein Plätzchen für uns zu finden.

Wir stellen unser Womo ab und laufen in den Ort, wo viele Schaulustige die Läufer anfeuern. Wir schauen uns das Spektakel eine Weile an, bevor es weiter zur L'église Notre-Dame geht. Nach dem Besichtigen der Kirche laufen wir weiter um die Halbinsel. Mit einer kleinen Pause zwischendurch am Wohnmobil haben wir dann die ganze Halbinsel umrundet und sind dabei immer wieder den Läufern begegnet.

 Stellplatzkosten: 7,50 €

 

Montag der 03.06.2019

Heute wollen wir zum Cap Fréhel und fahren dazu das Örtchen Plévenon an. Es sind lediglich 25 Kilometer und hier gibt es am Ortsrand einen kostenlosen Stellplatz, auf dem wir dann auch übernachten wollen. Wir erreichen Plévenon bereits um 11:00 Uhr und machen uns nicht viel später zu einer kleinen Rundwanderung auf.

Zuerst geht unsere Wanderung zur nordwestlichen Küste und dort entlang zum Cap Fréhel. Vom Cap Fréhel wandern wir dann zum naheliegenden, wirklich sehenswerten Fort la Latte, welches nicht weit im Osten der Landzunge an der Küste liegt. Anschließend geht es noch ein Stück am Meer entlang Richtung Süden, bevor wir wieder ins Landesinnere abbiegen, um zurück nach Plévenon zu gelangen. Insgesamt sind wir um die fünf Stunden unterwegs und hatten einen tollen Tag.

Stellplatzkosten: 0.00 €

Eintritt Fort la Latte: 6,30 € p.P.

 

Dienstag der 04.06.2019

Da das Wetter hier ein wenig zu wünschen übrig lässt, beschliessen wir, ein paar Kilometer zu machen. Und zwar geht es ziemlich in den Westen zum Pointe du Raz. Hier soll laut Wetter App wieder die Sonne scheinen, während der Rest der Bretagne unter einer Wolkendecke verschwindet.

Und wir haben Glück, am Besucherzentrum des Pointe du Raz angekommen, ist wieder allerschönstes Wetter. Auf dem hiesigen Stellplatz parken wir unser Wohnmobil für 15 Euro für die nächsten 24 Stunden und bekommen im Besucherzentrum neben Informationen zu den hiesigen Wanderungen auch den Tipp zum kostenlosen Stellplatz am Pointe du Van. Aber erstmal bleiben wir hier und laufen die kurzen Wanderungen. Morgen können wir immer noch zum Pointe du Van fahren.

 tellplatzkosten: 15,00 €

 

Mittwoch der 05.06.2019

Weiter geht es zum gestern empfohlenen Stellplatz am Pointe du Van. Die Karte spare ich mir jetzt mal, das Pointe du Van ist gerade mal 6 Kilometer Richtung Norden. Was jetzt aber nicht bedeutet, dass man nicht unterwegs mal anhalten kann. Einen kurzen Stopp machen wir dann auch am Plage de la Baie des Trépassés.

Der Stellplatz am Pointe du Van ist dann einfach nur eine nicht höhenbegrenzte Reihe eines Parkplatzes, aber ansonsten völlig ausreichend. Wir sind früh hier, es ist erst 11:00 Uhr morgens und wir begeben uns direkt auf die Wanderung an der Küste entlang. Bevor wir die Küste erreichen, müssen allerdings noch ein paar Windmühlen als Fotomotiv stillhalten.

Stellplatzkosten: 0,00 €

 

Donnerstag der 06.06.2019

Wir fahren wieder weiter, unser nächstes Ziel ist der Ort Camaret-sur-Mer auf der Halbinsel Crozon. Weit entfernt ist Camaret-sur-Mer allerdings nicht, es sind lediglich 80 Kilometer zu fahren.

Einen kleinen Abstecher machen wir allerdings auf dem Weg dorthin. Und zwar halten wir in Locronan, welches als eines der Plus beaux villages de France (Schönste Dörfer Frankreichs) bezeichnet wird. Wir parken auf einem der zahlreichen Parkplätze außerhalb des Zentrums und schauen uns das hübsche, mittelalterliche Städtchen an. Das Parken kostet hier wohl 4 Euro, was wir aber nicht gesehen haben und was dann glücklicherweise keine Konsequenzen hatte.

Anschließend geht es weiter nach Camaret-sur-Mer und wir ziehen hier am Automaten des Stellplatzes ein Ticket für zwei Übernachtungen. Aber so richtig springt der Funke hier nicht über und wir fahren morgen bereits wieder weiter. Eine Übernachtung lassen wir somit verfallen. Wir wandern dann noch zum Plage De Pen Hat und umrunden die Halbinsel, soweit es die hiesige Militäranlage zulässt. Das Wetter treibt uns dann wieder zurück zum Wohnmobil und ist vielleicht auch mit ein Grund, dass es uns hier nicht so gefallen hat.

Stellplatzkosten: 7,00 € je 24 Stunden

 

Freitag der 07.06.2019

Das Wetterglück hat uns im Moment verlassen und es regnet ohne Ende. Wir lassen uns Zeit beim Frühstück und machen uns erst gegen Mittag wieder auf den Weg. Unser heutiges Ziel ist Plougonvelin im Département Finistère. Die 96 Kilometer lange Fahrt regnet es dann weiter ununterbrochen vor sich hin. Am späten Nachmittag kommt dann wie von Zauberhand die Sonne wieder raus und wir können etwas die nähere Umgebung erkunden.

Stellplatzkosten: 9,00 € ohne Strom

 

Samstag der 08.06.2019

Heute morgen ist wieder allerschönstes Wetter und wir machen uns als erstes auf den Weg zu einem Bäcker in der Nähe, welcher uns von Google angezeigt wurde. Ein schöner Spaziergang von 20 Minuten je Strecke und wir haben wieder frisches Brot sowie leckeren Kuchen.

Nach dem Frühstück machen wir dann eine Radtour zum Pointe Saint-Mathieu. Hier findet man neben einem Leuchtturm auch die Ruine der Abbaye Saint-Mathieu de Fine-Terre. Eine tolle Location für jeden Fotografen. Nur der ausgeschilderte Radweg ist schon sehr ruppig und kaum für normale Fahrräder geeignet. Brigitte ist not amused.

Da uns der Küstenweg hierher, so weit wir das sehen konnten, so gut gefallen hat, beschliessen zurückzufahren und die ganze Strecke nochmals per pedes zu machen. Ganz schön sportlich mit 16 Kilometer hin und zurück, aber wir schaffen das und es macht auch noch Spass.

Stellplatzkosten: 9,00 € ohne Strom

 

Sonntag der 09.06.2019

Von Plougonvelin geht es heute weiter zum Stellplatz von Trézien. Diesen Stellplatz haben wir ziemlich spontan ausgewählt, da der ursprünglich geplante Stellplatz in Lampaul-Plouarzel komplett von einer großen Wohnwagengesellschaft belegt war. Der Stellplatz von Trézien ist dann wirklich sehr schön an der Küste gelegen und eine absolute Empfehlung wert.

Wir wandern dann noch etwas an der Küste entlang. Am heutigen Pfingstsonntag ist hier allerdings auch eine offizielle Küstenwanderung und entsprechend viele Menschen sind unterwegs, was uns den Tag aber nicht verdirbt.

Nach einer kleinen Pause am Stellplatz spazieren wir wieder die Küste entlang. Während wir uns vorhin südwärts gewandt haben, geht es jetzt ein kurzes Stück Richtung Norden. Die Strände hier begeistern uns beide, es ist einfach nur schön hier und wir lassen es uns auch nicht nehmen, an dieser tollen Location den Sonnenuntergang zu geniessen.

 

Stellplatzkosten: 6,00 €

 

Montag der 10.06.2019

Heute verlassen wir den Stellplatz von Trézien bereits wieder, im Nachhinein würde ich sagen - wir hätten noch etwas bleiben sollen. Unser nächstes Ziel ist der Stellplatz in Treompan, welches zur Gemeinde Ploudalmézeau gehört. Der Platz ist nichts besonderes, aber soweit ok. Vom Küstenabschnitt bin ich zuerst enttäuscht, was sich dann aber ändert, umso weiter wir die Küste entlang wandern. Auch hier die Ecke hat wieder ihren eigenen Reiz.

 

 

Dienstag der 11.06.2019

Von Treompan geht es weiter nach Cleder. Hier gibt es einen Stellplatz nahe am Meer, wo man zuerst mit der Kreditkarte eine Chipkarte kaufen muss, diese dann aufladen und damit dann den Zugang zum Stellplatz bekommt.

Wir kämpfen ein wenig mit der Technik und das Gerät geht auch mal in Störung, aber wir geben nicht auf und irgendwann klappts. Es regnet mittlerweile wieder ununterbrochen, so dass wir es uns nach einem kleinen Spaziergang im Wohnmobil bequem machen.

Am späten Nachmittag kommt dann nochmals die Sonne heraus und wir nutzen die Gelegenheit, die Gegend zu erkunden.

 

Stellplatzkosten: 12,20 € ohne Strom + 4,00 € Karte

 

Mittwoch der 12.06.2019

Heute geht es wie üblich wieder weiter, zuerst kurz in östliche Richtung. Bei ein paar Felsen, welche man von der Straße aus sieht, machen wir dann noch eine kleine Wanderung. Die Felsen befinden sich nahe der Ortschaft Plouescat.

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Von Cleder geht es dann also über Plouescat weiter zur Île-Grande. Hier gibt es einen preiswerten Stellplatz direkt vor dem Camping municipal de l'Ile Grande.

Nachdem wir das Wohnmobil abgestellt haben, laufen wir zuerst in den Ort und wandern anschließend einmal komplett um die Insel.

 

Stellplatzkosten: 7,00 €

 

Donnerstag der 13.06.2019

Von der Île-Grande geht es heute nach Trégastel, aber der Stellplatz in Trégastel gefällt uns so gar nicht. Also fahren wir weiter Richtung Westen. Ungefähr zwei Kilometer westlich vom Stellplatz in Trégastel macht der Straßenverlauf einen Knick nach Süden und hier sehen wir dann einen sehr fotogenen Küstenbereich mit vielen Granitblöcken. Wir wenden, suchen uns einen Parkplatz und laufen durch einen Sculpturenpark zur Plage Saint-Guirec und von hier der Küste entlang zurück zur D788. Eine absolut schöne Wanderung, wir sind begeistert.

Der Zwischenstopp hat sich wirklich gelohnt. Zur Übernachtung fahren wir nach Tréguier, hier gibt es einen schönen und auch noch kostenlosen Stellplatz direkt am Fluss Le Guindy. Einen Bummel durch den Ort machen wir natürlich auch noch.

 

Stellplatzkosten: 0,00 €

 

Freitag der 14.06.2019

Wir wollen zum Abschluss nochmals Richtung Cap Fréhel und haben uns daher einen Stellplatz im Ort Pléhérel Plage-Vieux Bourg ausgeguckt. Der Stellplatz befindet sich direkt vor dem Camping Caravaning d'Armor und war so nicht die beste Wahl. Zum einen ist der Stellplatz nicht besonders schön und zum anderen ist die Lage nicht wirklich gut.

Ursprünglich wären wir gerne nochmal den Küstenweg Richtung Cap Fréhel gelaufen, aber der startet etwas weiter oberhalb. Wir laufen dann halt zu dem nördich gelegenen Küstenabschnitt und durchqueren hierzu den Campingplatz Du Pont De L'etang. Das Wetter spielt eh nicht so mit, so dass wir nicht allzu lange unterwegs sind.

Stellplatzkosten: 6,00 €

 

Samstag der 15.06.2019

Heute stehen wir zeitig auf und machen uns wieder auf den Heimweg. Einen kurzen Fotostopp machen wir dann noch am Pont de Normandie und sind uns einig, die Bretagne möchten wir noch ein weiteres Mal besuchen.

 

Finished...

 

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